Umsatzsteuer und Kryptowährung, BMF

02.03.2018 · ca. 2 Minuten Lesezeit

Das BMF hat in seinem Schreiben vom 27.02.2018 zur umsatzsteuerlichen Behandlung von Bitcoin Stellung genommen. Dem BMF-Schreiben liegt das EuGH-Urteil vom 22. Oktober 2015, C-264 / 14, Hedqvist, zugrunde.

Bitcoins sind riskant

BMF-Schreiben: BMF v. 27.02.2018, III C 3 - S 7160-b / 13 / 1001

Umtausch von Bitcoin

Damals hatte der EuGH entschieden, dass es sich bei dem Umtausch konventioneller Währungen in Einheiten von Bitcoin und umgekehrt um eine Dienstleistung gegen Entgelt i. S. d. Art. 2 Abs. 1 Buchst. c MwStSysRL handelt, die unter die Steuerbefreiung nach Art. 135 Abs. 1 Buchst. e MwStSysRL fällt. Der Umtausch von konventioneller Währung, also von Euro oder Dollar, ist eine sonstige Leistung gem. § 3 (9) S. 1 UStG. Liegt der Ort gem. § 3a UStG im Inland, so ist die Leistung nach § 1 (1) Nr. 1 UStG steuerbar, aber in Gesetzesauslegung nach § 4 Nr. 8 Buchst. b UStG umsatzsteuerfrei.

Verwendung von Bitcoin als Zahlungsmittel

Die Verwendung von Bitcoin zur Bezahlung wird der Verwendung von konventionellen Zahlungsmitteln gleichgesetzt. Die Hingabe von Bitcoin als reines Zahlungsmittel ist somit kein steuerbarer Vorgang.

Das »Schürfen« von Kryptowährungen

Bitcoins und andere Kryptowährungen werden mittels Computer basierend auf mathematischen Algorithmen geschürft, das so genannte Mining. Dabei werden erhebliche Mengen an Strom verbraucht. »Miner« stellen für das »Schürfen« von Bitcoin ihre Rechnerleistung zur Verfügung, zeichnen Transaktionen in einem Block auf und transferieren diesen anschließend in die »Blockchain«. Bei den Leistungen der Miner handelt es sich um nicht steuerbare Vorgänge. Eine mögliche Transaktionsgebühr, die die Schürfer von anderen Nutzern des Systems erhalten, wird freiwillig gezahlt und steht in keinem unmittelbaren Zusammenhang mit den Leistungen der Miner. Auch der Erhalt neuer Bitcoin durch das System selbst ist nicht als Entgelt für die Minerleistungen anzusehen, da die Minerleistungen nicht im Rahmen eines Leistungsaustauschverhältnisses erbracht werden.

Weiterführende Informationen können dem BMF-Schreiben entnommen werden.

Quellen