Deutschlands Beste Klinik-Website

Der Wettbewerb Deutschlands Beste Klinik-Website ist ein wissenschaftliches Projekt, das sich mit der Analyse und Bewertung von medizinischen Webseiten / Homepages befasst. Das Projekt wird seit dem Beginn im Frühjahr 2003 von Prof. Dr. Dr. Frank Elste geleitet. Seit Beginn wird die Veranstaltung von Novartis Pharma aus Nürnberg freundlicherweise unterstützt. Damit wurde es möglich, allen Teilnehmern von Deutschlands Beste Klinik-Website auch die parallele Zertifizierung zu ermöglichen.

Der 14. Wettbewerb für 2016/2017

Der 14. Wettbewerb wurde abgeschlossen, die Jurysitzung tagte bereits und die Daten werden nun durch die Statistische Abteilung aufbereitet. Die Ergebnisse werden dann wieder Anfang 2017 bekannt gegeben. Die Ausschreibung für den 15. Award in 2017 wird voraussichtlich im Frühjahr 2017 starten. Die kostenfreie Teilnahme am Award um die beste Krankenhaus Homepage Deutschlands ist ausschließlich medizinischen Einrichtungen mit Sitz in Deutschland vorbehalten. Eine Anmeldung ist nur über die Geschäftsführung der Krankenhäuser möglich. Eine direkte Teilnahme für Werbeagenturen, Beratungsfirmen, Gestalter etc. ist aus juristischen Gründen nicht zulässig. Es können in 2017/2018 voraussichtlich wieder 111 Klinik-Webseiten kostenfrei an dem Wissenschaftsprojekt teilnehmen. Die Platzvergabe erfolgt in zeitlicher Reihenfolge.

Anmeldung Deutschlands Beste Klinik-Website

Die Anmeldung für den Award ist erst ab Mai/Juni 2017 wieder geöffnet. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.



Der Wettbewerb Deutschlands Beste Klinik-Website wird unterstützt von

Logo von Novartis Pharma




Über die wissenschaftliche Webseitenbewertung

Patienten und Zuweiser besuchen immer häufiger die Webseiten von Krankenhäusern und Kliniken. Dies betrifft inzwischen alle Altersklassen und beide Geschlechter. Eine schlechte Homepage geht mit einer negativen Reputation der medizinischen Einrichtung einher. Der Patient entscheidet bei elektiven Eingriffen immer häufiger anhand von Informationsmedien, in welches Krankenhaus er gehen wird. Ein Webseite, die ihm beispielsweise verständlich erklärt, was ihn erwartet oder was er zu beachten hat, assoziiert er automatisch mit einer guten Medizin und einer guten Qualität. Das Wissenschaftsprojekt Deutschlands Beste Klinik-Website wurde im Jahr 2003 ins Leben gerufen und bewertet Webseiten von Krankenhäusern nach wissenschaftlichen Kriterien. Ab dem Jahr 2013 wurde die maximale Teilnehmerzahl auf 100 bzw. ab 2015 dann auf 111 begrenzt.

Material und Methodik

Bei dem Award um die Beste Krankenhaus Homepage werden die Webseiten nach den »MiM (Marketing in der Medizin) - Kriterien« der Arbeitsgruppe »Marketing und Werbung in der Medizin« der Heidelberger Universität bewertet. Diese Kriterien sind seit ihrer Entwicklung in den Jahren 2000-heute von etwa 30 auf 150 Einzelkriterien angewachsen. Die Bewertungskriterien wurden von einer Forschungsgruppe unter Prof. Elste überarbeitet und an die Änderungen im Web angepasst. Seit 2012 fließen auch die Qualitätsberichte der Krankenhäuser in die Kriterien ein.

Der Bewertungsprozess

Nach Eingang aller Anmeldungen wird ein Team von 5–10 Gutachtern zusammengestellt. Jeder Gutachter bewertet einen bestimmten Bereich der Webseiten nach unterschiedlichen Kriterien. Beispiel: der Gutachter für das Design bewertet Farben, Schriften, Lesbarkeit, Qualität der Fotos, Einsatz von Illustrationen und Corporate Design der Internetseiten im Detail, Bedienung und Technik gehen ebenfalls in die Gesamtnote mit ein. Die anderen Fachbereiche werden von den entsprechenden Gutachtern analog bewertet. Medizinische Informationen für Patienten werden von Nichtmedizinern, Informationen für Zuweiser von Ärzten bewertet. Am Ende liegt für jedes Bewertungskriterium eine Einzelbewertung vor, das für jeden Teilbereich zu einem ersten Ergebnis aufsummiert wurde (beispielsweise ein Score für Design, ein Score für Bedienung, etc.). Aus allen Einzelbewertungen wird dann der Endwert berechnet. Dabei werden bestimmte Merkmale, die für Patienten wichtiger sind, höher bewertet, so zum Beispiel medizinische Informationen.

Expertenjury

Die Expertenjury wird in diesem Jahr vertreten von
  • ärztlichen Experten der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, Bad Mergentheim
  • der Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft e.V., Berlin,
  • dem Bund zur Förderung Sehbehinderter e.V., Nürnberg,
  • dem Health Care Bayern e.V., München,
  • dem Deutschen Psoriasis Bund e.V., Hamburg,
  • der Psoriasis Selbsthilfe Arbeitsgemeinschaft e.V., Berlin,
  • der BAG Selbsthilfe e.V., Düsseldorf,
  • dem Bundesverband der Krankenhaus-IT-Leiterinnen/Leiter e.V., Landau,
  • sowie dem Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.V., Berlin.

Die Kriterien

Bei den wissenschaftlichen MiM / MMA-Kriterien werden unter anderem berücksichtigt:
  • Design
  • Bedienung
  • Kreativität
  • medizinische Inhalte
  • organisatorische Inhalte
  • Informationen für bestimmte Zielgruppen: Zuweiser, Patienten, Besucher, Mitarbeiter, Studierende, Lieferanten
  • Einsatz von Techniken des Web 2.0 (Blog, Podcast, VR, Videos etc)
  • Integration von Social Web-Funktionen (Facebook, YouTube Channel etc.)
  • Optimierung für mobile Endgeräte
  • Onlinemarketing
  • Informationsqualität, wie Objektivität oder Verständlichkeit
  • Barrierefreiheit
  • sprachliche Formalia (Rechtschreibung, Fachsprache, Laiensprache, Fremdsprache etc.)

Medizinische Kriterien

Für den Sonderpreis »Medizin« werden besondere Kriterien bei der Analyse eingesetzt. Diese wurden in 2015 neu überarbeitet.

Untergruppen

Zu jeder Gruppe gehören wiederum 10–12 Einzelmerkmale. Alle Kriterien werden mittels einer ordinalen Skala (Schulnoten) oder nominativ (vorhanden / nicht vorhanden) bewertet. Beim Design werden unter anderem der erste Eindruck der Startseite, die farbliche Gestaltung, das Schriftbild / die Typographie, Qualität und Auswahl der Abbildungen sowie das gesamte CD bewertet. In der Usability finden die Steuerungsmöglichkeiten über die Webseite, das Vorhandensein von Buttons auf der Webseite, Orientierungshilfen und der gesamte logische Aufbau Berücksichtigung. Ebenso werden die Barrierefreiheit und die Möglichkeit des Ausdruckes etc. mit einer ordinalen Skala bewertet. Größter Komplex sind die Inhalte der Webseite, die nach Zielgruppen getrennt analysiert werden. Im Zentrum stehen dabei die medizinischen Informationen inklusive der Illustrationen. Aber auch ein Glossar oder die Möglichkeit des Downloads von Medizintexten werden von den Gutachtern geprüft. Dabei werden die Gutachter nach Zielgruppe ausgewählt; Inhalte für Ärzte / Einweiser werden auch von einem Arzt analysiert und bewertet. Neben den medizinischen Hauptinformationen finden die organisatorischen Inhalte Berücksichtigung bei der Ermittlung des Endwertes der Webseite. Dazu zählen Lebensläufe und Bilder ebenso wie Checklisten oder Anfahrtsskizzen. Serviceleistungen für Patienten oder Ärzte, Onlineformulare, Downloadmöglichkeiten etc., werden gesondert bewertet. Dabei werden die Techniken des Web 2.0 mit Blogs, PodCasts, VR, Community-Möglichkeiten, mobile Applikatioen etc. einzeln analysiert und geprüft. Wie die Webseite – technisch betrachtet – vermarktet wird, wie das Ranking ist und wie die Meta-Tags gesetzt werden, findet im Bereich Onlinemarketing Berücksichtigung. Abzüge gibt es bei technischen Problemen, veralteten Seiten, langen Ladezeiten, nicht abstellbarer Musik und toten Links. Abgerundet wird das Gesamtbild durch die rechtliche Analyse, die aber keinen direkten Niederschlag im Endscore zur Folge hat.

Patientenmeinungen

Seit 2010 wurden Laienmeinungen von Patienten in die Bewertung mit aufgenommen. Über ein randomisiertes Bewertungsverfahren können Patienten bis zu fünf Webseiten von Krankenhäusern anhand verkürzter Bewertungskriterien bewerten. Diese Noten fließen dann zu einem Teil in die Endnote mit ein. Auch wenn der Einfluss nur wenige Prozent ausmacht, so kann er am Ende durchaus das Ranking noch beeinflussen. Insbesondere dann, wenn die Endnoten – wie fast jedes Jahr – so eng beieinander liegen.

Ergebnisse

Die Ergebnisse sind nicht öffentlich zugänglich. Das Bewertungsergebnis seines Krankenhauses wird jedem Teilnehmer einzeln zugestellt. Ein Ranking der Top-10 wird jährlich veröffentlicht. Informationen werden in einschlägigen Magazinen bekannt gegeben. Veröffentlich wird eine Liste aller zertifizierten Krankenhäuser.