Digitalisierung in Lehre und Steuerberatung

Ich schreibe an dieser Stelle einen Erfahrungsbericht über den Einsatz von IT in meinem beruflichen Umfeld als Hochschulprofessor und als Berater. Die Technologien schreiten sehr schnell voran und man hat Mühe damit Schritt zu halten.

Digitalisierung in der Lehre

Die Digitalisierung und Lehre 4.0 sind an der Duale Hochschule Baden-Württemberg schon seit längerem eingezogen. So werden dort beispielsweise seit Jahren viele Bücher als eBook angeboten, die Räume sind mit Beamern, PCs und die meisten mit Smartpodien, digitalen Projektoren etc. ausgestattet. Es stehen außerdem an mehreren Standorten PC-Arbeitsplätze mit Druckern und Scannern zur Verfügung. Die gesamte Kommunikation zwischen Studierenden und Professoren und / oder Verwaltung läuft über E-Mail und über Moodle. Die Technik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg kann insgesamt als sehr gut und modern bezeichnet werden. Ich spreche hier speziell für den Standort Bad Mergentheim.

Und wie sieht die Technik bei mir aus?

Seit mehr als 40 Jahren arbeite ich mit dem Computer und bin dementsprechend ein »alter Hase«. Über die Jahre habe ich viele Werkzeuge, Tools, Dienstprogramme und Betriebssysteme ausprobiert. Schon während meiner ärztlichen Tätigkeit im Krankenhaus war ich für die technische Begleitung und Installation von Hard- und Software – mal so »nebenbei« – zuständig. Ebenso habe ich mich in der Steuerberatungskanzlei um die gesamte Hard- und Software gekümmert. Im Rahmen meiner aktuellen Tätigkeit als Hochschulprofessor, aber auch als Berater setze ich je nach Arbeitsbereich verschiedene Soft- und Hardware ein.

Die Hardware

Die Standardkonfiguration für Mitarbeiter an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg ist ein Notebook mit Windows 7 inkl. Officepaket. Auch in der Steuerberatungskanzlei wird auf Windows gesetzt. Ergänzend dazu habe ich mir aber eigene Hardware angeschafft. Zum einen zum effizienteren Arbeiten, zum anderen auch zum Ausprobieren.

MacBook

Zur Zeit arbeite ich mit zwei Apple MacBooks im Wechsel:

  1. ein MacBookPro 15” als stationärer Rechner im Büro
  2. ein MacBook 12” für den Transport in meiner kleinen Tasche.

Leider unterstützen die deutschen Hochschulen ganz selten andere Systeme als Windows und entsprechend ist man auf sich alleine gestellt. Allerdings ist die IT am Campus Bad Mergentheim sehr engagiert und hilft auch bei Einstellungen am Mac. Für ein MacBook gilt: Ein i7-Prozessor mit mind. 8 GB RAM sowie eine SSD mit mind. 256 GB sind Voraussetzungen für flüssiges Arbeiten. Auch in der Steuerkanzlei, für die ich tätig bin, wird zwar viel mit Macs gearbeitet, aber die steuerliche Beratungssoftware ist nur für Windows erhältlich.

iPad

Ich setze für die Präsentation ein iPad Pro mit dem Apple Pencil ein. Ich muss sagen: eine perfekte Lösung für die Lehrveranstaltungen. Man bringt Abwechslung rein und muss nicht ständig mit dem Rücken zu einer Tafel stehen. Ich kann das iPad Pro im Lehreinsatz bestens empfehlen. Das MacBook Pro verwende ich in den Lehrveranstaltungen zunehmend seltener, sondern fast nur noch mein iPad und – bei Bedarf – einen portablen Beamer. Auch im Gespräch mit Mandanten ist das iPad ein gutes Hilfsmittel. Mit einem PDF-Reader, siehe unten, können Auswertungen, wie aktuelle Bilanzen, EÜRs, Konten, Steuerbescheide etc., den Kunden präsentiert werden.

Linux Notebook

Neben meinem MacBook experimentiere ich mit Linux-Systemen. Im Wesentlichen mit OpenSuse, Ubuntu und seit einiger Zeit auch mit Elementary OS. Bei Ubuntu gefällt mir die einfache und schlanke Installation. Und: auch mit einem älteren Notebook kann man flott arbeiten. Ebenso gibt es für den Bildungsbereich die Edubuntu-Variante mit einer Unmenge an zusätzlichen Programmen für den Bildungsbereich. Xubuntu und Lubuntu laufen mit weniger als 1 MB RAM flüssig. Aktuell habe ich ein Lenovo Yoga Notebook mit Touch-Screen, das ich mit Ubuntu und dem Unity-Desktop betreibe. Es arbeitet flüssig, ist gut für das Surfen und Mail Checken zwischendurch geeignet. Übrigens: Für Kinder ist das Notebook ebenfalls optimal. In der Steuerberatungskanzlei kommt Linux nicht zum Einsatz. Lediglich in ausgewählten Projekten zu Testzwecken, was aber seltener der Fall ist.

Beamer

Wir haben an der Hochschule überall Projektoren fest montiert. Leider kann man in den meisten Räumen nicht parallel Beamer und Tafel nutzen. Die Verbindung zwischen Notebook/Tablet und Projektor erfolgt über diverse Schaltboxen letztendlich per VGA oder HDMI. Ich habe mich entschlossen für Notfälle einen eigenen Zweitbeamer anzuschaffen. Er sollte klein und kompakt sein, aber dennoch lichtstark. Ich habe mich nach langer Recherche für den LG PB60G entschieden. Er ist so groß wie eine Postkarte und etwa doppelt so dick wie eine 2,5”-Festplatte. Die Qualität ist super, die Helligkeit reicht in unseren Räumen aus. So kann ich bei Bedarf zwei Projektionen parallel betreiben. Bilder und PDF (letztere laden aber langsam) stellt der Beamer direkt per Fernbedienung über einen USB-Stick dar. Ich verwende hier von SanDisk den Stick »Ultra Fit«. Er ist so klein, dass er im Beamer kaum sichtbar ist. Der Lüfter vom LG ist zwar hörbar, aber in den Lehrveranstaltungen spielt das keine Rolle. Da der kleine Beamer gut transportabel ist, haben wir ihn auch beim Mandanten unterwegs im Einsatz. Meistens arbeiten wir zwar mit dem iPad Pro, aber bei wichtigen Präsentationen ist der Beamer immer in Reserve dabei.

Betriebssystem

OS X

Durch den Einsatz von Apple Hardware arbeite ich zu 80% mit Mac OS X, in der Version 10.13 (High Sierra). Die Bedienung der Apple-Oberfläche ist in der Praxis schneller und einfacher zu erlernen – zumindest für mich. Durch den Unix-Unterbau kann man schnell über das Terminal in das System eingreifen, wenn das notwendig werden sollte. So kann man einen Web-Server aufsetzen und Webseiten oder ein CMS testen, bspw. mit MAMP. Auch in der Kanzlei läuft alle Software, mit Ausnahme der Steuerberatungs-Software, unter macOS.

MS-Windows mit Virtual Box

Zum Betrieb von Windows-Software habe setze ich seit einiger Zeit wieder Virtual Box 5 ein. Bis 2015 habe ich mit Parallels gearbeitet, das allerdings jedes Jahr kostenpflichtig gewartet werden muss. Dafür ist Parallels bei der Integration von Druckern und anderer Hardware komfortabler als Virtual Box. Unter Virtual Box laufen auch die Windows-7-Systeme zur Arbeit mit der nur für Windows verfügbaren Software. Das gilt beispielsweise für die steuerliche Software in der Kanzlei.

Linux

Zu Testzwecken und bei bestimmten Forschungsprojekten, wie bspw. Deutschlands Beste Klinik-Website, nutze ich ein Ubuntu Linux-System. Das lasse ich ebenfalls in Virtual Box laufen. Zusätzlich betreibe ich für andere Forschungsprojekte zwei Linux-Server mit Debian. Ergänzend habe ich ein Linux-Notebook in Betrieb, siehe oben.

Texte schreiben

Indesign

Längere Texte, wie beispielsweise Skripte, Reports, Berichte, Bücher Fachartikel schreibe ich mit Adobe InDesign. Der Vorteil ist der saubere Schriftsatz und die parallel Erstellung von Medien für unterschiedliche Formate. So kann ich meine Skripte mit einem Klick auf Print, als PDF und als ePub ausgeben. Auch die Erstellung von Präsentationen ist damit möglich. Diese habe ich mit InDesign bislang aber nur zum Testen erstellt. Ganz früher habe ich mit dem Ventura Publisher von Rank Xerox gearbeitet; das kennt kein Mensch mehr. Dann bin ich bei Framemaker, kommt von Unix, gelandet, anschließend bei Quark XPress und dann schließlich bei Adobe InDesign. Inzwischen hoffe ich auf den Affinity Publisher, der irgendwann erscheinen soll, da ich mit der Adobe Produktpolitik nicht einverstanden bin. Zur Zeit bin ich aber Abonnent der Creative Cloud. Im Wesentlichen deshalb, da ich viele Dokumente im Adobe-Format vorliegen habe. Das wäre verlorenes Kapital, wenn ich nun alles anpassen müsste. Auch für einige Kundenprojekte aus dem Marketingbereich kommt in der Kanzlei das Adobe Creative Paket zum Einsatz.

LaTex

LaTex auf dem Mac hat mir viele Jahre gedient, aber es kommt mangels Export von ePub-Dateien langfristig nicht mehr in Frage. Der Schriftsatz mit LaTex ist perfekt und die strukturierte Arbeit mit LaTex hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Für Klausuren habe ich LaTex mit der »examdesign«-class eingesetzt. Eine gute Lösung, mit der man verschiedene Varianten von Klausuren in einem Aufwasch erstellen kann. Für Formelsatz ist LaTex immer noch unschlagbar. LaTexIt nutze ich immer noch zur Erstellung von Formeln, die ich dann in InDesign einfüge. Wenn es irgendwann ein Tool für eBooks gibt, greife ich vielleicht wieder auf LaTex zurück.

Word & Co.

Word ist für lange Texte ungeeignet und hat mich schon bei der Doktorarbeit in der Unfallchirurgie Nerven und viel, viel Zeit gekostet. Auch Writer von Libre-Office überzeugt mich nicht 100%ig, ist aber von der Bedienung her eine kostenlose Alternative. Für ein paar schnelle Texte arbeite ich mit Pages auf dem Mac. Für komplexe Texte dann mit Indesign. Inzwischen habe ich auch die Klausurvorlagen von früher LaTex, dann InDesign auf Pages umgestellt. Der Vorteil sind die integrierbaren Tabellen, mit denen man direkt rechnen kann und so sehr einfach neue Klausuraufgaben generieren kann. Ebenso schreiben wir in der Steuerberatungskanzlei alle Textdokumente mit Pages. Nur für die Integration der Steuersoftware wird MS-Office benötigt.

Sonstiges

Für die Lehrveranstaltungen erstelle ich 1–2 Mal pro Jahr mit der »Kreuzwort Werkstatt« von Solrobots ein Kreuzworträtsel. Das hatte ich auch schon in der Klausur getestet; mit positivem Feedback.

iBooks Author

Apple bietet eine eigene Software zur Erstellung von eBooks an. Die Software ist super, einfach zu bedienen und die Funktionen sind gut durchdacht. Damit die Spezialfunktionen, so genannte Widgets, in dem eBook funktionieren, setzt Apple auf ein eigenes Datenformat. Und das ist wieder ein Nachteil: denn dieses eBook funktioniert nicht auf anderen Plattformen, wie Amazon. Verzichtet man auf die Widgets, wie MC-Fragen, integrierte Keynotes, 3D-Animationen etc., so kann man aber auch als ePub exportieren. Insofern ist das kostenlose iBooks Author aktuell das beste eBook-Tool, das ich kenne. Weitere Vorteile ist der integrierte Formelsatz auf LaTex-Basis. Entscheidender Nachteil ist die fehlende Funktion von Fußnoten; bei wissenschaftlichen Arbeiten eine wichtige Voraussetzung. Bis 2017 arbeitete ich an einem Text-Projekt, ein Buch für Rechnungswesen. Ich habe es aber schließlich abgebrochen, da iBooks Author doch eine Einbahnstraße ist.

Papyrus Author

Mit Papyrus Author gibt es ein weiteres Textprogramm, das mit einer ganz besonderen Funktion punktet: einer sehr guten Stilanalyse und einer ausgefeilten Rechtschreibkorrektur. Weder Word noch InDesign noch OpenOffice kommen nur annähernd an diese Qualität heran. Die Bedienung der Software ist gewöhnungsbedürftig. Auch für eBooks ist das Programm geeignet und selbst seine Literatur kann man damit verwalten. Aufgrund der hohen Lernkurve kommt es bei mir nur zur Textrevision zum Einsatz. Für Profi-Autoren ist Papyrus Author aber einen Blick wert.

Tabellenkalkulation

Excel & Co.

Für den Austausch am Campus und mit Mandanten ist Excel Standard. Die Bedienung ist komplizierter als bei Apple-Numbers. Dafür hat Excel unstreitig mehr Möglichkeiten und Funktionen. Ich arbeite zu 70% mit Numbers und zu 30% mit Excel, da letzteres die meisten Personen einsetzen. Für eine Bilanz kann man auch mit Numbers arbeiten und für einfache statistische Auswertungen ist es ebenfalls gut einsetzbar. Aber das Hin-Und-Her-Konvertieren nervt. Libre-Office ist ebenfalls unter Linux, Windows und Mac eine Alternative; das Calc-Programm macht einen guten Eindruck und punktet mit Tools wie Calc2LaTex, womit Tabellen nach LaTex exportiert werden können.

Präsentationen

Möglichkeiten

Für Präsentationen beim Mandanten oder Vorträgen im Rahmen von Lehre und Forschung habe ich inzwischen zahlreiche Software probiert. Der Reihenfolge nach: Adobe Flash, MS Powerpoint, Apple Keynote, Adobe InDesign, Adobe Photoshop, LaTex Beamer, Prezi und Deckset. Bis circa 2008 habe ich alle Präsentationen mit Flash erstellt. Die doch sehr komplexe Bedienung von Flash hat mich dann zu Powerpoint gebracht. Als Apple mit Keynote meine Vorträge durch die Referentenansicht erheblich verbesserte, habe ich alle Präsentationen von Powerpoint auf Keynote umgestellt. Inzwischen hat Powerpoint aufgeholt, aber die vielen Funktionen sind zu unübersichtlich. Die Smartobjekte, wie beispielsweise Flow-Chart-Diagramme, sind praktisch; optisch sind diese aber nicht immer ansprechend. Da auf dem iPad auch Keynote gewissermaßen Standard ist, nutzen wir Keynote für kleine Präsentationen beim Mandanten.

Deckset & Markdown

Durch einen Artikel in der Zeitschrift PAGE bin ich auf Deckset und Markdown aufmerksam geworden. Damit ist es sehr einfach, tolle Präsentationen auf reiner Textbasis zu generieren. Eine perfekte Variante für die tägliche Arbeit. Damit arbeite ich seitdem an der Hochschule und auf geschäftlichen Vorträgen. Während seminaristischer Lehrveranstaltungen erstellte ich lange Zeit mit Letterspace (davor mit iA-Writer) Markdown Protokolle, die ich Live über das Programm Marked 2 auf dem Beamer zeige. Das war gewissermaßen meine digitale Tafel. Diese digitale Tafel wich dann meinem iPad Pro. Es scheint bei den Studierenden besser anzukommen, wenn man handschriftlich Notizen darstellt. Daher habe ich die Live-Tafel mit Markdown nur noch selten im Einsatz. Deckset verwende ich aber noch bei Lehrveranstaltungen.

Keynote

Für optisch ansprechendere Vorträge kommt Apple Keynote zum Einsatz, da es auch auf dem iPad und iPhone schnell läuft.

Live-Tafel

Ich arbeite mit der iOS-App Paper 53 und einem Pencil auf einem iPad Pro für Skizzen und grafische Darstellungen, beispielsweise für die UZMO-Technik. Paper 53 ist auch inzwischen zu meiner digitalen Tafel geworden. Splashtop ist als weitere Alternative leider am instabilen WLAN gescheitert. Doceri habe ich auch getestet, aber es ist von der Bedienung her unübersichtlich. Paper 53 wurde 2017 / 2018 komplett und grundlegend überarbeitet, u. a. bietet es inzwischen auch Hochformat, Vorlagen, Notizbücher etc. Ein sehr gutes Tool für den Einsatz im Alltag. Vor allem ist die App nicht überladen und bleibt einfach bedienbar.

Prezi

Prezi habe ich ebenfalls mehrfach getestet. Es entspricht aber nicht meiner Arbeitsweise und man muss sich zu einem Abo-Modell verpflichten.

E-Learning

Screenflow und Screenium

Mit der Ausarbeitung digitaler Lerninhalte beschäftige ich mich seit dem Jahr 1999. Eine ideale Lösung habe ich noch nicht gefunden. Da wir an der Hochschule Moodle einsetzen, bietet sich die Integration multimedialer Inhalte in die Lehrveranstaltung an. Ich experimentiere im Moment mit Screenflow und Screenium auf dem Mac zur Aufzeichnung von Lehrveranstaltungen. Mein Projekt wird aber sicher noch eine Weile dauern. Screenium ist aber mein persönlicher Favorit, da die Software günstig zu erwerben ist und zuverlässig arbeitet. Ich denke auch über den Einsatz von Periscope für Live-Lehrveranstaltungen nach.

eClicker

In den Lehrveranstaltungen arbeite ich manchmal mit eClicker Presenter. Auf dem Mac erstelle ich dazu einen Fragenpool, den die Studis über ihr Smartphone dann beantworten können. Das kommt sehr gut an. Die Software ist nicht immer sehr stabil. Zu echten Prüfungszwecken ist sie daher nicht geeignet, für einen Test zwischendurch aber schon.

Datenbanken

FileMaker

Seit ich am Mac arbeite, arbeite ich mit FileMaker. Es ist der Datenbank Access »ähnlich«, die Access-Freaks mögen mir an dieser Stelle verzeihen, und wird seit vielen Jahren konsequent weiterentwickelt. Im Einsatz bei Projekten mit Kunden kann ich über die Zuverlässigkeit von FileMaker-Server und den Clients nicht klagen. Sogar Datenbanken mit mehr als 250 Tsd. Datensätzen und sehr langen Tabellen bereiten keine Probleme. Zur Zeit setze ich bei aktuellen Forschungsprojekten FileMaker mit mehreren Clients und einem FileMaker Server ein. Ein Grund für die Zurückhaltung bei den UpDates sind die hohen Kosten für die Lizenzierung. Auch Forschungsprojekte, wie Deutschlands Beste Klinik-Website, werden zu 95% über FileMaker abgewickelt.

Illustrationen

Illustrator

Zu PC-Zeiten, ganz am Anfang, habe ich mit Corel Draw gearbeitet. Ich habe dann aber sehr schnell gemerkt, dass die »coolen Jungs und Mädels« alle einen Mac hatten. Zumal Corel Draw meinen Rechner immer wieder zum Abstürzen gebracht hat. Also bin ich in den 90ern auf einen Mac umgestiegen. Das beflügelt die Kreativität ungemein. Ich habe dann erst mit Freehand gearbeitet und später mit Illustrator. Damit arbeite ich immer noch.

Bildbearbeitung

Photoshop

Photoshop kenne ich seit Version 1. Es war und ist immer ein zuverlässiges Programm. Inzwischen ist es ziemlich überladen, aber ich nutze es dennoch in den meisten Fällen – wenn auch nur mit einem Teil der Funktionen. Die Automation ist eine der Schwerpunkte, aber selbst bei kleinen Korrekturen ist für mich einfacher, diese in Photoshop CC vorzunehmen. Als potentielle Alternativen experimentiere ich mit Pixelmator auf dem Mac und mit Affinity Photo ein. Meine Erfahrung sind gemischter Natur. Wer neu anfängt, sollte sich diese Programme vorher auf alle Fälle anschauen. Auch gimp ist einen Blick wert und für viele Anwender eine kostenlose Alternative. Ganz werde ich von Photoshop nicht loskommen, da der Transfer meiner zahlreichen Dateien nicht 100% klappt. Leider entwickelt Apple das Programm Aperture nicht mehr weiter, sodass ich keine Bilderverwaltung mehr einsetze, sondern sämtliche Photos in Ordnern nach Projekten sortiere. Auch alte Datenbanken aus Extensis Portfolio läufen auf den aktuellen Macs leider nicht mehr.

Alien Skin

Als externe Tools kommt bei mir zur Bildbearbeitung noch Alien Skin Exposure zum Einsatz. Es simuliert verschiedene Filme und Effekte. Manchmal nutze ich aber auch direkt Hipstamatic auf dem iPhone oder andere Apps, wie Camera+ etc.

Datenverwaltung

DEVONthink

Ein digitales Dokumentenmanagementsystem habe ich mal eingesetzt (Devonthink), dann wieder nicht, dann erneut ein anderes und so weiter. Die Synchronisation der Datenbank mit anderen Usern war immer viel zu langsam. Inzwischen hat DEVONthink deutlich aufgeholt. Ich habe daher meine Datenverwaltung kommplett auf DEVONthink umgestellt. In Verbindung mit einem Fujitsu-Scanner kann man sein Office nahezu papierlos betreiben. Das gilt für alle Dokumente der Hochschule als auch im Bereich meiner Steuerberatertätigkeit. Ebenso für Forschungsprojekte eignet sich eine konsequente Ablage der Daten in Ordnern und die Vergabe entsprechender Tags. Durch die Synchronisation der Datenbank per Bonjour kann man sogar in einem kleinen Team arbeiten. Über Webdav geht das auch, wenn man räumlich weiter voneinander entfernt ist. Aktuell verwende ich die Software aber nicht.

iBooks

Alle digitalen Bücher und PDFs hatte ich in iBooks importiert. Damit kann man zum Beispiel bei www.gesetze-im-internet.de die Gesetze als ePub-Datei herunterladen und dann sämtliche Markierungen auf dem MacBook, iPhone und iPad synchron halten. Das ist prinzipiell gut für den Einsatz in Lehre und Beratung gelöst. Es gibt aber einen ganz entscheidenen Nachteil auf dem iPad: man kann nur eine Datei gleichzeitig öffnen. Will man im Gesetz nachschlagen, geht das erste Buch wieder auch. Leider geht auch die Synchronisation über iBooks von Apple nicht mit PDFs. Diese kann man nur vorher mit Calibre von PDF nach ePub konvertieren, was aber nur bedingt funktioniert. Auch sind fast alle ePub-Dateien der großen Wissenschaftsverlage als eBook unbrauchbar: die Darstellung ist komplett chaotisch, Tabellen werden abgeschnitten, die Texte sind eine typographische Beleidigung und Abbildungen sind in schlechter Qualität. Insgesamt ist die Umsetzung der gedruckten Bücher als PDF alles andere als professionell. Ich arbeite bei 90% der eBooks mit dem Goodreader auf dem iPad; die Synchronisation mit iCloud ist möglich. Da wir bei den Mandanten aber vertrauliche Daten einsetzen, transferieren wir diese Dateien vorher per Kabel oder Airdrop. Das geht super.

Calibre

Für die Verwaltung von eBooks eignet sich auch Calibre. Dieses Programme verwende ich nur zu Konvertierung von Büchern, beispielsweise von PDF nach eBook und umgekehrt. Auch zur Bearbeitung von eBooks ist das kostenlose Tools genial.

Arbeitsorganisation

iCloud & Co.

Zur Optimierung von Terminen und Erinnerungen arbeitete ich lange nur mit Bordmitteln am Mac. Vor allem wegen der einfachen Synchronisation über die iCloud war das schnell und unkompliziert. Things hatte mir damals gut gefallen, ebenso Wunderlist. Die Things-Lösung ist sehr gut durchdacht, aber sie enthält keine Zeiterfassung. Dafür habe ich in FileMaker eine eigene Datenbank erstellt, sie heißt bei uns in der Kanzlei »edmin«. Damit werden Tasks, Arbeitszeiten, Aufträge etc. verwaltet.

Atom / Markdown

Zur Erstellung von Markdown-Texten verwende ich Atom. Die einfache Syntax von Markdown macht dieses Tools zu einem unkomplizierten Editor mit unglaublichen Möglichkeiten. Auch die Webseitentexte werden damit bearbeitet. Atom ist aus meiner Sicht einer der besten Editoren für den Mac und auch noch kostenlos.

Merlin

Zur Projektverwaltung verwende ich seit vielen Jahren Merlin Project. Es ist eine mächtige Software und man kann seine Projekte damit effizient managen, verwalten, controllen und abrechnen. Es ist für den Team-Einsatz bei den Forschungsprojekten sehr gut geeignet.

Steuern/Rechnungswesen

DATEV & Agenda

Marktführer bei der steuerlichen Software ist DATEV. Durch das große Engagement von DATEV an den Hochschulen, kommt man als Prof. sehr einfach und schnell in den Genuss der Software. Auch ich bin als Bildungspartner bei DATEV registriert und nutze u. a. die Lexinform-Datenbank. Die Installation der Steuersoftware ist aber sehr, sehr kompliziert und für eine kleinere Kanzlei mit weniger als 10 Mitarbeitern in meinen Augen zu kompliziert. In der Steuerberatungskanzlei arbeiten wir daher seit vielen Jahren überwiegend mit der Agenda-Software. Darüber hinaus kann ich die SIS-Datenbank empfehlen, die viele Inhalte zu einem fairen Preis bietet und auch für meine Lehrveranstaltungen im Steuerrecht eine gute Grundlage bietet.

Unternehmenssimulation

TopSim

Planspiele und Unternehmenssimulationen laufen bei mir in 99% der Fälle über TopSim-Planspiele. Ich setze dazu Biotech, General Management und Hospital Management ein. Alle Topsim-Spiele laufen ohne Probleme mit Virtual Box auf meinem MacBook. Parallel dazu läuft auf meinem eigenen Server ein Live-Blog unter Word-Press (siehe unten) für die Unternehmenssimulation.

Webseiten & HTML

Hugo

Hugo ist ein geniales und schnelles Tool: es übersetzt Markdown-Texte in HTML-Seiten. Sämtliche Webauftritte wurden in Markdown erstellt und dann mit Hugo konvertiert. Die ganzen überladenen CMS habe ich eingestellt, bis auf Wordpress für eine Anwendung an der Hochschule.

Rapidweaver

Meine eigene Webseite erstellte ich früher mit Rapidweaver auf dem Mac. Aktuell habe ich nur noch die Formulare darin erstellt. Rapidweaver ist sehr schwerfällig und der generierte Quellcode ist zu lang. Alternativ verwende ich Wordpress für Blogs. Davor habe ich ZMS für die Webseiten der Kliniken, in denen ich gearbeitet habe, verwendet. Typo3 hat mich nie überzeugt, mit Joomla und anderen habe ich auch experimentiert.

Wiki

Ein Wiki hatte ich ebenfalls längere Zeit genutzt: erst VoodooPad auf dem Mac, später dann MoinMoin. Letzteres kann ich immer noch empfehlen. Aktuell habe ich keine Anwendung mehr für ein Wiki.

Wordpress

Eines der besten Blog-/Content-Management-Systeme ist Wordpress. Die zahlreichen PlugIns und sonstigen Erweiterungen sind umwerfend. Die Bedienung ist einfach. Man muss allerdings einen Teil der Zeit in die Absicherung investieren, da die Webseite sonst schnell gehackt wird. Für die Erstellung von Themes nutzte ich früher Artisteer (in neuer Variante heißt es Themler) in Version 3 auf dem Mac. Leider wird es für Mac nicht mehr weiter entwickelt. Aber es funktionierte noch ohne Probleme auf OS X 10.10. Nur wirken die Themes inzwischen etwas angestaubt und es kommt nicht mehr bei mir zum Einsatz.

Lime-Survey

Für Onlinebefragungen setze ich seit fast zehn Jahren das Open-Source-Instrument LimeSurvey ein. Das Tool ist unschlagbar und sehr professionell für alle Arten von Online-Umfragen. Ich verwende es für nahezu alle Forschungsprojekte, bei denen Online-Befragungen zum Einsatz kommen.

Systemtools

aText

Zur Erstellung von standardisierten Texten ist die App aText mein Favorit. Die App ist deutlich günstiger (nur 10%) als TextExpander, aber dieser sehr ähnlich. Für Windows habe ich bislang keine wirklich gute Alternative gefunden.

Little Snitch

Eines der wichtigsten Tools überhaupt ist für mich Little Snitch. Es überwacht auf dem Mac sämtlichen ausgehenden Datenverkehr. Durch das deaktivieren zahlreicher Verbindungen spart man sich eine Menge Zeit. Sehr empfehlenswert und unverzichtbar. Echte Alternativen für Windows oder Linux sind mir nicht bekannt. Durch die Nutzung von Virtual Box wird damit auch Windows überwacht.

Synk Pro / rsync

Daten synchronisierte ich mit Sync Folders Pro, davor mit Synk Pro, dann wieder mit Synk Pro. Das Programm wird aber nicht mehr gepflegt. Da auch die Daten in der Kanzlei über gemeinsam genutzte Ordner auf dem Mac-System landen, nutzen wir für den Datenabgleich am liebsten rsync im OS-X-Terminal. Das geht super und ist die billigste und schnellste Lösung. Zusätzlich kommt am Standort in Frankfurt a. Main in der Kanzlei eine Time Machine daheim zum Einsatz. Daten habe ich bislang noch nie verloren.

Geek-Tool

Für einen interaktiven Hintergrund ist noch das Geek-Tool für den Mac empfehlenswert. Über eine Synchronisation mit meiner FileMaker-Datenbank generiere ich einen dynamischen Hintergrund, beispielsweise für To-do’s und für Termine. Aktuell habe ich es aber deaktiviert.

Und sonst?

Bei Fragen einfach per Mail an mich wenden.

Wie kann man mich erreichen?

siehe FAQs zu Projekt- und Bachelorarbeiten.