Linux Hacks für den Alltag – eine Auswahl

Hier habe ich ein paar Linux Hacks zusammengetragen, eine kleine Auswahl, mehr als Dokumentation für mich, aber vielleicht hilft es anderen Bastler*innen weiter. ;-)

Ubuntu auf einem Stick installieren

Anleitungen zur Installation von Linux gibt es etliche im Web, am besten schaut mal auf den Webseiten der Distributionen dazu nach. Der Ablauf ist meist so:

  1. Download eines Images von der Webseite von Ubuntu oder anderen Distros, wie Linux Mint, Manjaro etc.

Abfragen der USB-Geräte

lsblk

Erstellen eines USB-Sticks

Ein Terminal öffnen und dann diese Befehle eingeben:

sudo fdisk -l
sudo umount /dev/sda1
sudo dd if=/home/nyx/Downloads/ubuntu-abc.iso of=/dev/sda1 bs=1M && sync

Eine Erklärung dazu findet sich an vielen Stellen im Web.

Alternativ nutze ich gerne die App »USB-Abbilderstellung«, die standardmäßig bei Linux Mint zu finden ist.

USB-Abbilderstellung

USB-Abbilderstellung

Programme deinstallieren

Hat man herausgefunden, welche Programme installiert sind, kann man diese über das Terminal wieder entfernen:

sudo apt-get remove --purge package_name

Programme herausfinden

Wenn man herausfinden möchte, welche Programme installiert sind, kann man im Termine diesen Befehl eingeben:

dpkg --list

Nvidia umschalten

Auf meinem 17 Zoll MSI-Gaming-Notebook gibt der Akku schon nach kurzer Zeit auf. Grund ist der hohe Energieverbrauch der Grafikkarte. Es bietet sich daher, diese zuzuschalten, wenn sie benötigt wird. Das ist bei mir nur für Videoschnitt oder zum Spielen von Bedeutung. Man muss den Rechner danach neu booten. Die Akkulaufzeit liegt ohne Nvidia mindestens 400–500% höher.

Erst mal erfolgt die Abfrage, welche Grafikkarte aktiv ist:

prime-select query

Intel auswählen

So wählt man die eingebaute GPU des Boards aus:

sudo prime-select intel

Ein an- und abmelden reicht bei mir nicht aus. Ich musste immer den Rechner neu starten.

Nvida auswählen

Will man wieder zu Nvidia zurückwechseln, gibt man den gleichen Befehl wie folgt an:

sudo prime-select nvidia

Probleme

Das Nvidia-Treiber Tool geht nicht mehr, wenn man die Intel-Karte verwendet. Ich konnte nur über das Terminal hin- und herschalten, nicht über das Tool von Nvidia.

Virtual Box

Die Virtualisierung auf nicht Intel-Prozessoren macht Probleme. Bei AMD-Prozessoren muss die Virtualisierung im BIOS/UEFI freigeschaltet sein. Dazu im BIOS SVM aktivieren, findet man unter erweiterten CPU-Einstellungen.

LibreOffice

Installation des Thesaurus

Erstellen von Verzeichnissen

Um ein neues Verzeichnis zu erstellen, reicht der folgende Befehl:

mkdir verzeichnisname

Alle Inhalte in Kleinbuchstaben

Die Änderung aller Dateinamen in Kleinbuchstaben ist schnell über convmv erledigt:

Installieren

sudo apt-get install convmv

Anwendung

Alles (*) in Kleinbuchstaben (..lower)

convmv --lower --notest *

Ohne --notest wird ein DryRun ausgeführt. Wenn man also die Dateien umbennen möchte, muss der Zusatz --notest angegeben werden, sonst passiert eben nichts.

Geschwindigkeit USB messen

Ich setze immer wieder USB-Reader ein, für SD-Karten etc. Den Durchsatz kann man zuverlässig messen mit f3.

Software f3 installieren

sudo apt-get install f3

Zum Testen

f3write /media/nyx/laufwerk
f3read /media/nyx/laufwerk

Erst den Write-Test ausführen. Dazu werden auf dem Datenträger Dateien angelegt. Es werden keine Daten gelöscht.

Daten synchronisieren

Daten lassen sich am einachsten über rsync synchronisieren. Der Befehl ist standardmäßig vorhanden.

Zum Testen als Dry-Run

rsync -avpn --delete --stats --progress --size-only /home/abc/Dokumente/ /media/abc/linuxSSDe/Dokumente/

Mit Backup-Option

sudo rsync -avpn --delete --stats --progress --backup --backup-dir=/media/abc/backup/versionen/ /home/abc/Dokumente/ /media/abc/backup/dokumente/

Apple Image mounten

Ich habe viele Daten als .dmg im Apple-Datenformat archiviert. Diese Daten muss ich regelmäßig lesen können. Dazu muss das Image aber erst konvertiert werden, damit es von Linux gelesen werden kann. Das ist – meines Wissens nach – nur für komprimierte Images relevant.

  1. Migration des Imageformats von Apple zu .img um. Das dmg-Image kann dann gelöscht werden.

    dmg2img xy.dmg

  2. Anlegen eines Verzeichnisses unter /mnt/xy

    mount -t hfsplus xy.img /mnt/xy

Oder anstatt Punkt 2 mit mount einfach im Desktop auf das .img in der Dateiverwaltung doppelklicken.

Verzeichnis in Image umwandeln

mkisofs -o /media/nyx/SD500GB/archive/videos.iso -joliet-long /media/nyx/SD500GB/videos/

Wetter abfragen

Ein Super-Tool zum Abfragen des Wetters über die Shell.

curl wttr.in/heidelberg

Systemoptimierung

Von Zeit zu Zeit wird das System immer vollen und man kann es einfach mal bereinigen. Achtung: ich habe mir dadurch unter Ubuntu 20 den Nvidia-Treiber gelöscht. Danach ging nichts mehr. Unter Minux Lint ist das bis jetzt nie passiert.

sudo apt-get autoremove
sudo apt-get autoclean

ZIP-Datei erstellen

zip -r zipfile.zip ordnername

PdfHacks

PDF erstellen mit OCR

ocrmypdf

PDFs zusammenführen

pdftk

PDF konvertieren

convert

Cave: Hier kommt die Fehlermeldung, dass PDFs nicht konvertiert werden können.

Zur Korrektur muss man diese Datei bearbeiten:

/etc/ImageMagick-6/policy.xml

Dann austauschen von

dann ersetzen von “none” durch “read|write”

PDFs reduzieren

gs -sDEVICE=pdfwrite -dCompatibilityLevel=1.4 -dPDFSETTINGS=/ebook -dNOPAUSE -dQUIET -dBATCH -sOutputFile=compressed_PDF.pdf input.pdf

dPDFSETTINGS

  • /prepress (default)
  • /ebook
  • /screen

Pi-Hole

Für verschiedene Funktionen kommt bei mir ein Raspberry Pi zum Einsatz, inzwischen sind es schon mehrere Raspberrys.

Kennwort ändern

Das Kennwort auf dem Pi ändert man so:

pihole -a -p

NextCloudPi

Wer eine Nextcloud aufsetzen will, sollte sich unbedingt mal die NextCloud für den Pi anschauen. Ich habe das mit Linux, macOS und Windows getestet. Es klappt extrem gut, stabil und wirklich sehr schnell. Aktuell habe ich das nur zum Testen neben der Synology NAS. Aber ich plane für die Zukunft hier wieder einen Raspberry Pi neu aufzusetzen und dann auf die Nextcloud zu wechseln.